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Wie du als Selbstständige deine Work-Life-Balance verbesserst

Wie du als Selbstständige deine Work-Life-Balance verbesserst

Wie du als Selbstständige deine Work-Life-Balance verbesserst

Wie du als Selbstständige deine Work-Life-Balance verbesserst

 

Vor gut einem Jahr habe ich mich mit meinen Online Business als Grafikern selbstständig gemacht. Seitdem arbeite ich aus dem Home Office und nicht mehr, wie zuvor im Angestelltenverhältnis, in einem großen Büro, umgeben von vielen Kollegen. Mir meine Zeiten frei einteilen zu können, ist eine ungemein schöne Sache – die allerdings auch einige Nachteile mit sich bringt.

Aus einem „Ich kann mir meine Zeit frei einteilen“ wird nämlich auch schnell ein „Ich muss mir meine Zeit frei einteilen (ohne dabei den Verstand zu verlieren)“. In diesem Artikel möchte ich ein paar meiner persönlichen Tipps und Erkenntnisse zum Thema Work-Life-Balance aus dem letzten Jahr mit dir teilen.

 

Work-Life-Balance Erkenntnisse nach 12 Monaten Selbstständigkeit

Ich muss nicht ständig erreichbar sein

Meine Kunden kommen zu 90% aus den vereinigten Staaten. Wenn ich schon einige Stunden in meinem Büro sitze und arbeite, machen viele meiner Kunden gerade erst die Augen auf und starten in ihren Tag. Wenn mein Tag sich langsam dem Ende zuneigt, fängt der meiner Kunden gerade erst richtig an und ich bekomme viele E-Mails und Bestellungen.

Zu Beginn meiner Selbstständigkeit lief es so ab, dass ich es mir abends auf dem Sofa bequem machte, nur um bei jeder eintreffenden E-Mail (die sich lautstark über das Handy bemerkbar machte) wieder an den Computer zu eilen und die Nachricht/Bestellung zu bearbeiten. Feierabend hatte ich eigentlich nie – es gab nur Arbeit und Schlafen.
Ich hatte ein schlechtes Gewissen, wenn ich mit dem Wissen ins Bett ging, dass meine Kunden warteten (sei es auch nur bis zum nächsten Morgen).

Glücklicherweise wurde mir recht schnell klar, dass das kein Dauerzustand werden dürfte. Also fing ich damit an, meine Kunden darüber zu informieren, in welcher Zeitzone ich lebe und es daher auch mal etwas länger dauern könne. Meine E-Mail Benachrichtigungen schaltete ich aus, sobald ich Feierabend machte und aktivierte sie erst wieder, wenn ich am nächsten Morgen ausgeruht wieder in meinem Büro saß. So halte ich es bis heute und mein Stresslevel ist dadurch enorm gesunken.

Dauerhaft erreichbar zu sein ist ein ungemein stressiges Gefühl. Bisher haben meine Kunden alle Verständnis dafür, dass sie auch mal einige Stunden warten müssen.

 

Konzentriertes Arbeiten ohne Ablenkungen zahlt sich aus

Zu Beginn meiner Selbstständigkeit ließ ich mich durch diverse Dinge ablenken – einfach, weil ich es ja selbst war, die die Regeln aufstellte. Warum also nicht zwischendurch mal eine halbe Stunde auf Facebook oder Youtube versinken? Oder etwas Hausarbeit erledigen?
Es spricht zwar nichts dagegen, zwischendurch mal eine Pause einzulegen, aber ich habe gelernt, dass diese Pausen am besten bewusst gelegt werden sollten und nicht, weil es sich gerade irgendwie anbietet.

Mittlerweile habe ich meinen Tag so aufgeteilt, dass ich die erste Pause erst dann einlege, wenn alle E-Mails und Aufträge abgearbeitet sind, die bis zum Morgen eingegangen sind.
Dadurch, dass ich mich nicht ständig neu fokussieren muss, arbeite ich sehr viel effizienter, sodass ich meine Arbeit ordentlicher und schneller erledigen kann. Unter dem Strich steht sehr viel mehr Zeit, die ich entweder für Privates oder zum weiteren Aufbau meines Unternehmens verwenden kann.

 

Mit einem Ziel vor Augen geht alles leichter

Meine Arbeit macht mir wirklich viel Spaß – allerdings gibt es auch bei mir eintönige Arbeitsschritte, die einfach dazu gehören. Wenn ich gerade 10 To Do Punkte abgearbeitet habe und noch immer 10 vor mir habe, kann das manchmal ganz schön nervig sein. Was mir sehr hilft, ist meine Pinnwand, an der ich meine Ziele sehe. Dort hängt z.B. mein Umsatzziel, ein Foto eines tollen Hauses, ein Fotos eines wunderschönen Sandstrands und einiges mehr. Wenn ich die Motivation verliere, kann ich mir so in Erinnerung rufen, warum ich eigentlich meine Arbeit mache. Und schon geht es wieder flüssiger und motivierter voran.

 

Ich muss nicht jeden Auftrag annehmen

Als frisch gebackene Selbstständige ist man meist noch auf jeden Auftrag angewiesen. Als ich finanziell so weit in der Lage war, nicht mehr jeden Auftrag annehmen zu müssen, war das ein unglaublich befreiendes Gefühl. Ich kann mich auf die Arbeit konzentrieren, die mir wirklich Spaß macht und bin generell viel weniger gestresst, als wenn ich jeden Tag an Aufträgen feilen würde, die mir gar keine Freude machen. Das wirkt sich nicht nur auf meine Arbeit sondern auf mein gesamtes Leben aus. Gedanken wie „Ich habe überhaupt keinen Bock, mich morgen ins Büro zu setzen“ gibt es bei mir so gut wie gar nicht mehr  – es sei denn, das Hormonmonster schlägt zu 😉

 

Ich muss nicht alles selber machen

Diese Erfahrung baut eigentlich auf dem letzten Punkt auf. Es gibt Arbeiten, die absolut keine Freude machen, die aber nun mal erledigt werden müssen. Bei mir ist es die Buchhaltung, die ich gleich zu Beginn ausgelagert habe, da ich mir den Stress ersparen wollte. Die eingesparte Zeit, die ich als Buchhaltungslaie monatlich dafür aufbringen müsste, sie selbst zu machen, übersteigt die monatlichen Ausgaben um ein vielfaches. So habe ich wieder einmal mehr Zeit für die Dinge, die mich wirklich voran bringen – oder aber für privates.

 

Bewusste / Feste Auszeiten sind wichtig

Ich bin ein sehr introvertierter Mensch, der lange Zeit allein sein kann. Darum hatte ich anfangs auch absolut keine Angst vor dem Home Office.
Gerade am Anfang tendierte ich aber dazu, viel zu wenig aus dem Haus zu gehen um den Kopf frei zu kriegen. Ich hatte das Gefühl, dass ich keine „gute“ Selbstständige bin, wenn ich nicht ständig arbeitete.

Ab einem gewissen Punkt hat sich das natürlich auf meine Laune und dadurch auch auf meine Arbeitsmotivation ausgewirkt. Heute nehme ich mir, wenn die Auftragslage es zulässt, mal spontan einen Nachmittag frei, ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben. Dienstage sind fest für meinen Freund und mich eingeplant (der in der Gastronomie arbeitet und dadurch am Wochenende meist nicht da ist) und helfen mir nach einer vorangegangen stressigen Woche immer wieder auf die Beine.

Bewusste Auszeiten sind absolut wichtig und notwendig für eine gute Work-Life-Balance!

 


Sooo, das waren einige meiner persönlichen Erkenntnisse, Tipps und Änderungen aus den letzten 12 Monaten.

Wie sieht es bei dir aus? Was sind deine Erfahrungen bezüglich einer gesunden Work-Life-Balance? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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